Obwohl die Handlung auf mehreren fiktiven Planeten und im Weltraum spielt, wurde „The Mandalorian“ vollständig auf Soundstages und einem kleinen Außengelände in Los Angeles gedreht. Die ursprüngliche „Star Wars“-Trilogie wurde dagegen an Drehorten in mehreren Ländern – darunter in den USA, Großbritannien, Tunesien und Norwegen – verfilmt.
Das zeigt die Hauptvorteile der virtuellen Produktion: Schnelligkeit und Effizienz. Laut Thompson ermögliche das Echtzeit-Feedback in der virtuellen Produktion Regisseuren, Kameraleuten und VFX-Künstlern, die Wirkung von Kameraeinstellungen sofort zu beurteilen. „Dadurch lassen sich Probleme frühzeitig erkennen“, erklärt er. „Und damit kann man wiederum potenzielle kostspielige Nachbearbeitungen vermeiden.“
Laut Bannister eröffne die Technologie auch neue kreative Möglichkeiten: „Wir haben es in kleineren Fernsehsendungen eingesetzt, um kurzfristige Probleme zu lösen.“ In einer Szene von „How I Met Your Father “ führe die Handlung die Figuren zur New Yorker Brooklyn Bridge. „Aber weil es zu kostspielig und zu zeitaufwendig gewesen wäre, dorthin zu fahren, haben wir eine schnelle Lösung gefunden, indem wir die Brücke auf einer LED-Bühne gezeigt haben.“
Laut Thompson senke die virtuelle Produktion auch den Energieverbrauch für Transport und Beleuchtung sowie für die Heizung und Kühlung großer Produktionsflächen – und sei damit eine nachhaltigere Option: „Dank LED-Beleuchtung und virtuellen Kulissen, die sich in Echtzeit anpassen lassen, können wir sehr energieeffizient arbeiten.“
Gerade für Serien oder Filme, die mit Spannung erwartet werden, gibt es einen weiteren Vorteil: frühen Zugang zu Marketingmaterialien. Normalerweise sind Medien für Trailer erst nach Abschluss der VFX-Arbeiten in der Postproduktion fertig. Durch die Aufnahme von HD-Material mit direkt in der Kamera erstellten CGI-Effekten stehen Schlüsselszenen sofort zur Verfügung.