„Bei den meisten Projekten gibt es eine Trennung zwischen Konstruktion und Planung: Der Fokus eines Bauunternehmers liegt darauf, sein Projekt fristgerecht und budgetgetreu fertigzustellen, während ein Planer darauf bedacht ist, die Integrität seines Bauplans zu schützen“, erklärt Aldwin Beratio. „Bei diesem Projekt aber einte uns alle das gemeinsame Ziel: Wir wollten ein Sportstadion von Weltrang bauen, auf das die Filipinos stolz sein können.“
Wie bei jedem Design-Build-Projekt war auch beim Stadionbau die Zusammenarbeit entscheidend. Die Planungs- und Bauteams verlegten sich auf eine konvergierende Arbeitsweise, um die fristgerechte Umsetzung des Projekts zu gewährleisten. So brachten Aidea-Mitglieder dem Bauteam z. B. BIM (Building Information Modeling) bei. Dazu Ronil Tamaca, Head of Operations bei Aidea Technologies: „Indem wir sie dabei unterstützten, die Technologie zu verstehen, konnten wir Synergieeffekte erzielen und gleichzeitig die Verpflichtung vermitteln, das Projekt gemeinsam mit uns erfolgreich abzuschließen.“
Einfach gestaltete sich die Zusammenarbeit nicht: Die Auftragnehmer – einschließlich des Hauptauftragnehmers Hilmarc’s Construction Corporation – arbeiteten natürlich vor Ort in New Clark City. Das Aidea-Team saß in Manila, ca. zwei Autostunden entfernt. Die Distanz ließ sich mithilfe von Technologie überbrücken. „Dank E-Mails und Videokonferenzen konnten wir effizient zusammenarbeiten“, so Aldwin Beratio. „Der Auftragnehmer schickte uns Bilder und Videos in Echtzeit, damit wir mögliche Probleme ebenfalls in Echtzeit angehen konnten.“
Will man Fehler oder Nacharbeiten vermeiden oder minimieren, kommt es darauf an, in einer kurzen Durchlaufzeit konstante Qualität zu liefern. Aidea fuhr die strategische Linie, alle potentiellen Probleme auf einer Baustelle vorherzusehen und sie noch vor Baubeginn zu lösen. Mit Autodesk Revit gestaltete das Team ein intelligentes Modell des Gebäudes mit exakten Abmessungen. Anschließend verwendete das Team Autodesk Navisworks für Simulationen, um das Modell zu testen und mögliche Probleme aufzudecken. Mary Anne Nicolas, General Manager bei Aidea Technologies, beschreibt ihre Vorgehensweise so: „Mit BIM konnten wir sicherstellen, dass unsere Planung auf einer soliden Basis steht: Wir glichen alle Parameter mit der Art ihrer Umsetzung ab.“
Und der stellvertretende Studioleiter Beratio fügt hinzu, dass die Bereitstellung des intelligenten Modells dem Bauteam die Gelegenheit gab, die Machbarkeit des Entwurfs zu überprüfen: „Wir konnten noch vor Baubeginn entsprechende Anpassungen vornehmen, sodass alles auf Anhieb stimmte.“
Das Modell diente als zentraler Datenbestand für Planung und Bauausführung, was die reibungslose Zusammenarbeit beider Teams vereinfachte. Mary Anne Nicolas: „Unser BIM-Modell war die einzige Quelle, aus der all unsere Daten generiert wurden. Dadurch konnten wir gewährleisten, dass alles auf dem neuesten Stand war und die Bauunternehmer immer die aktuellsten Zeichnungen erhielten. Das BIM-Modell bot uns einen Systemstandard, mit dem wir uns alle koordinieren konnten.“
Der kollaborative Ansatz bei Planung und Bau erwies sich als effektive Strategie: Das Stadion wurde zwei Monate früher als geplant fertiggestellt. Dazu Aldwin Beratio: „In diesen beiden Monaten konnten unsere philippinischen Sportler ein Gefühl für den Wettkampfbereich gewinnen – ein echter Heimvorteil.“