GoBe: Vom Gedankenblitz im Auto ins Supermarktregal 

Heather Miller 6. Mai 2026

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Das Konsumgüterunternehmen GoBe begann mit einer allzu vertrauten (und meistens frustrierenden) Erfahrung bei einem Familienausflug.  

Die Gründer Joseph Blanch und Solanda Moran-Blanch waren mit ihrem Kleinkind im Auto unterwegs, als dieses nach ein paar Snacks verlangte. Solanda hatte frische Erdbeeren geschnitten, aber sie konnte ihrer Tochter nicht einfach die ganze Schüssel in die Hände geben, da der Inhalt unweigerlich auf dem Boden landen würde. Es war nicht nur umständlich, den Arm zu verrenken und jedes Erdbeerstück einzeln nach hinten zu reichen, es unterbrach auch die angeregte Unterhaltung mit ihrem Mann. Dann hatte Joseph, seines Zeichens Maschinenbauingenieur, einen Aha-Moment. 

GoBe Lunchbox designed by Sample Studio

Schon vor geraumer Zeit hatte Solanda Joseph gebeten, ein Snack-Tablett mit Unterteilungen zu entwerfen. Auf dieser schicksalshaften Autofahrt hatte Joseph den erlösenden Einfall und ihm wurde klar, dass ein Deckel unerlässlich war. “Ich verbrachte einen Nachmittag damit, ein Konzept in Autodesk Fusion zu entwerfen und das Modell zu animieren”, erinnert er sich. Als er es Solonda zeigte, bestätigte ihre aufgeregte Reaktion, dass sie auf etwas Großes gestoßen waren.  

Unternehmensgründung

Das erste Produkt von GoBe – der Snack Spinner – ist ein Snack-Tablett mit Deckel und einem Druckknopf in der Mitte, der ein bestimmtes Fach öffnet. Das Produkt war ein voller Erfolg und ist mittlerweile weltweit erhältlich, sowohl in Online-Shops als auch im stationären Handel, darunter Target und Walmart. Der Erfolg des Snack Spinners hat GoBe zur Neuinterpretation einer Schnabeltasse und dem Entwurf einer Lunchbox inspiriert, die ebenfalls unglaublich beliebt ist.  

GoBe Lunchbox

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lunchboxen verfügt die GoBe-Lunchbox über einen Tragegriff, ein geräumiges Hauptfach und eine Befestigung für den Snack Spinner mit seinen kleineren Fächern. Doch am Anfang sah die Lunchbox noch ganz anders aus. Basierend auf umfangreichem Kundenfeedback wurde sie komplett neu konzipiert. Ursprünglich als stapelbarer Behälter mit einem Snack Spinner obendrauf gedacht, wurde das erste Konzept, der “Lunch Stack” positiv bewertet, doch der große Erfolg blieb aus. 

“Die Eltern liebten das Design, gaben den Lunch Stack ihren Kindern aber nicht mit in die Schule, weil er nicht in ihre Rucksäcke passte”, sagt Joseph. “Also gingen wir zurück ans Reißbrett.”  

Monatelange Iterationen resultierten schließlich in der GoBe-Lunchbox, die sowohl online als auch im großen stationären Einzelhandel ein großer Erfolg war. Allein im letzten Jahr orderte Target für ein Back-to-School-Programm eine Bestellung über 75.000 Lunchboxen.  

Mehr Erfolg mit Autodesk Fusion

Ein Schlüsselfaktor für das schnelle Wachstum und den Erfolg von GoBe ist der Einsatz von Autodesk Fusion. Joseph hat jahrelang SolidWorks verwendet, wechselte aber mit der Unternehmensgründung zu Fusion. “Ich hatte keine 10.000 USD pro Jahr für SolidWorks”, sagt er. “Fusion war die wirtschaftlich bessere Wahl, aber als ich anfing, es zu nutzen, wurde mir klar, wie viel mehr es kann.” 

GoBe Lunchbox 3D model in Autodesk Fusion by Sample Studio

Die cloudbasierte Plattform ermöglichte eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Joseph und Ryan Krause, Industriedesigner und Mitgründer von Sample Studio, zusammen mit Tyler Anderson. Von Anfang an hat Ryan im Hinblick auf Industriedesign eng mit GoBe zusammengearbeitet.  

“Joseph war einer der ersten Gründer, mit denen ich zusammengearbeitet habe, der wirklich offen war für die Kombination von Konstruktionsarbeit und Industriedesign”, sagt Ryan. “Mit dem Cloud-Arbeitsablauf von Fusion müssen wir keine Dateien hin- und herschicken, sondern können das Produkt gemeinsam in Echtzeit gestalten, wodurch wir die Konzept- und Verfeinerungsphasen viel gezielter durchlaufen können.” 

“Hilfreich ist, dass wir die Datei alle gemeinsam öffnen und sie gleichzeitig mit der gleichen Anzeigegenauigkeit ansehen können – oder wir können alle gleichzeitig verschiedene Teile betrachten”, fährt er fort. ”Joseph kann das aktuelle Modell bearbeiten und eine neue Version erstellen, und dann mache ich mich an die Arbeit. Mit Fusion ist die Zusammenarbeit nahtlos. Außerdem sind sie in North Carolina und ich bin in Kalifornien. Es war großartig zu sehen, wie einfach das Arbeiten in CAD mit Fusion auf diese Weise sein kann.”  

Die CAM-Funktionen von Fusion waren bei der Prototyperstellung sehr hilfreich, besonders ganz am Anfang, als Joseph mit dem Snack Spinner anfing. “Ich hatte Zugang zu CNC-Maschinen, und Fusion machte es einfach, Werkzeugwege zu programmieren und präzise Prototypen zu erstellen”, sagt er. 

Ein weiterer Vorteil von Fusion sind die intuitive Benutzeroberfläche und Flexibilität. “Das Form-Werkzeug ist unglaublich leistungsstark, und die Art und Weise, wie Fusion Bauteilstrukturen und -verlauf strukturiert, ergibt einfach Sinn”, so Joseph. “Cloudbasiert zu arbeiten bedeutet auch, dass unser gesamtes Team von überall aus zusammenarbeiten kann, sei es mit Sample Studio hier in den USA oder mit Fertigungsunternehmen in anderen Ländern.” 

“Ich habe im Laufe der Jahre viele andere Software-Tools ausprobiert. Fusion wurde schnell zu meinem Favoriten und war von Anfang an entscheidend für den Aufbau des Geschäfts.”

– Joseph Blanch, Mitgründer und CEO, GoBe

Gemeinsam neue Erfolge feiern

Die Zusammenarbeit zwischen GoBe und Sample Studio war für beide Seiten erfolgreich. ”Die Zusammenarbeit mit Joseph und GoBe hat meine berufliche Laufbahn geprägt”, sagt Ryan. “Es kommt selten vor, dass man ein Produkt vom ersten Konzept über die Prototypenerstellung und den Werkzeugbau bis in die Regale der großen Einzelhandelsunternehmen begleitet, und genau diese Reise ist es, die den Beruf als Designer so lohnenswert macht.” 

GoBe Cup

Mit der kürzlichen Einführung des GoBe Wonder Cup für Kleinkinder, die von Schnabeltassen auf offene Tassen umsteigen, und weiteren Produkten in der Entwicklung, setzt sich das Unternehmen immer wieder neue Ziele. 

“Manchmal kann ich kaum glauben, dass all dies mit einer Autofahrt begann”, sagt Joseph. ”Aber jetzt verkaufen wir unsere Produkte weltweit und erleichtern Eltern und Betreuungspersonen den Alltag. Eine bessere Belohnung gibt es nicht.” 

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