So geht es bei WorldSkills nicht nur darum, die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel in Angriff zu nehmen, indem der nächsten Generation von Arbeitnehmenden technologische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Die Organisation hat es sich darüber hinaus zur Mission gemacht, echte Akteure des Wandels hervorzubringen, die zur Entstehung einer besseren Welt beitragen.
Im Bestreben, junge Talente im Bau- und Infrastruktursektor zu fördern und anzuspornen, beschloss Großbritanniens zweitgrößtes Bauunternehmen, Balfour Beatty, mit gutem Beispiel voranzugehen und Nachwuchskräfte aus den eigenen Rängen ins Rennen zu schicken. Und das mit Erfolg: Mona Nawaz, Koordinatorin für BIM/Revit beim Unternehmen, belegte als Teil von Team UK den sechsten Platz auf nationaler Ebene und wurde für ihre hervorragende Leistung beim internationalen Wettbewerb mit der Exzellenzmedaille belohnt.
Michael Jones, Leitender Projektingenieur, befürwortet diese Vision der Zusammenarbeit und des Austauschs: „Um die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Umwelt anzugehen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln, muss man ständig dazulernen und auf neue Tools zurückgreifen können. Ich bin überzeugt, dass sich mit Durchhaltevermögen auf Dauer viel erreichen lässt und dass gute Problemlösungsfähigkeiten der Schlüssel sind, um eine bessere Welt zu schaffen.“
In Jones‘ Augen bilden Forschung und Entwicklung die Grundlagen für den Aufbau zukunftsfähiger Kompetenzen. Er geht davon aus, dass für die Berufsfelder, die er als die wahren Eckpfeiler des Lebens bezeichnet – Ingenieurwesen, Wissenschaft und Landwirtschaft – in Zukunft eine Vielzahl von Technologien und Disziplinen an Bedeutung gewinnen werden, die alle auf die eine oder andere Weise zusammenhängen: darunter unter anderem Satellitensysteme, KI, hochentwickelte Computer, Mathematik, CAD, CAM, Elektronik und Medizin.
Für das Team Germany ging unter anderem Jonas Englbrecht, Praktikant bei dem auf Anlagen für die Getränkeindustrie und Nahrungsmittelhersteller spezialisierten Unternehmens Krones, an den Start. Für ihn steht fest, dass mit Blick auf das Thema CO2-Neutralität in den kommenden Jahren sogenannte „grüne“ Kompetenzen gefragt sind: „In meinen Augen geht es darum, mit der Natur zu arbeiten statt gegen sie – sie zu beobachten und ihre Funktionsweise nachzuahmen, ohne sie zu zerstören. Wir müssen Wege finden, um so wenig Abfall wie möglich zu erzeugen und Energie auf möglichst umweltschonende Weise zu gewinnen. Meiner Meinung nach liegt darin der Schlüssel zur Bewältigung der heutigen Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit und Fortschritt, zum Ankurbeln des Wirtschaftswachstums und zum Schaffen von Arbeitsplätzen in einer Vielzahl von Sektoren.“