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Tragwerksplanung
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Virtual Smart FM - Unsichtbares sichtbar machen
Virtual Smart FM - Unsichtbares sichtbar machen Dieses Projekt wurde im November 2017 mit dem Niederösterreichischen Innovationspreis ausgezeichnet. Noch vor Kurzem waren Verantwortliche für den Betrieb von Gebäuden froh, 2D-Fotos oder realitätsnahe Pläne von Gebäuden zur Verfügung zu haben. Mit der in einem digitalen CAFM System eingebetteten 7D-Baudokumentation gehört das künftig der Vergangenheit an. Virtual Smart FM macht es möglich mit Hilfe von 360°-Fotos sowie Punktwolken durch ein Gebäude oder Gebäudemodell zu navigieren. An Hand einer Timeline können der Baufortschritt beziehungsweise der Bestand und dessen Veränderung beurteilt werden. Dies kann sowohl am Bildschirm erfolgen aber auch durch eine Virtual Reality Brille bei welcher man das Gefühl hat direkt im Raum zu stehen und darin navigiert. Mit Hilfe von „Augmented Reality“ (zum Beispiel Microsoft Hololens) lassen sich in der Instandhaltung, bei Störungen und Schäden die Elemente des Raumes mit zusätzlichen Informationen überlagern. So können etwa Leitungsführungen und Leitungen in der Wand erkannt werden. Auch für Gebäudebegehungen (Wo sollte eine Brandschutzeinrichtung sein? Ist sie wirklich da? Funktioniert sie?) lässt sich diese Technologie perfekt anwenden. Beim realen oder virtuellen Rundgang durch das Gebäude lassen sich diese Informationen visualisieren. Ergänzend zu den 3 Raumdimensionen können 4 weitere Dimensionen dargestellt werden: • Zeit (4): Mittels einer Timeline können verschiedene Projektphasen (grüne Wiese, Rohbau, Verrohrung, Belagsfertig, Bestand) abgebildet werden. • Kosten (5): Die im System abgebildeten Kosten von Errichtung, Betrieb und Instandhaltung können direkt im Modell angezeigt, abgebildet und ausgewertet werden. • Nachhaltigkeit (6): Die Nutzbarkeit von Gebäudebeständen und die Aufwände von Wartungen lassen sich durch den Einsatz von Augmented Reality erhöhen bzw. reduzieren. • Soziales (7): Arbeitsunfälle, z.B. Anbohren von Leitungen, können so reduziert werden. Die Einbindung von „CAD Funktionen“ wie Messen von Längen und Flächen direkt in Punktwolken und Fotos des CAFM Systems ist obligat, die Navigation zwischen den verschiedenen Datengrundlagen (2D Plänen, 3D Modellen, Punktwolken und 360° Fotos) sehr durchlässig und harmonisch. Die Strukturen für die Personen im Gebäudebetrieb verantwortlich sind werden immer größer, oft waren die Personen in den von ihnen betreuten Räumen noch gar nicht. Da sind 360° Fotos und Punktwolken ganz andere Planungsgrundlagen als 2D Pläne, die Nutzung der Vorteile aus den verschiedenen Welten ein absolutes „Best Practice“ Verfahren. Teamleiter Michael LACKA: „Wir hatten bei der Entwicklung die Vision den zuständigen Personen wirklich die tägliche Arbeit zu erleichtern. Das Problem das besteht ist die Datenqualität. Um das System in vollem Umfang zu nützen ist es unerlässlich schon während der Planungs- und vor allem der Bauphase eine lückenlose Dokumentation einzufordern. Aber nur diese sichert auf Dauer die Werthaltigkeit des Gebäudes. In diesem dynamischen Umfeld müssen Gebäude leicht adaptierbar sein an sich verändernde Umstände, dazu wollten wir unseren Teil beitragen und dort wo das System im Einsatz ist hat es sich schon jetzt bestens bewährt. Im Moment findet das Projekt seine logische Fortführung. Es wird daran gearbeitet den Lückenschluss zum Bereich der Vermessung bzw. der Gebäudebestandsaufnahmen herzustellen. Eigene IFC Schnittstellen für AutoCAD und Bricscad sowie der Abgleich von Punktwolken mit den IFC Dateien lassen Beurteilungen und die Feststellung von Abweichungen in Echtzeit zu. Damit werden AutoCAD und Bricscad nicht zuletzt auch zu vollwertigen BIM Systemen. DI Martin HOLLAUS: „Wir versuchen Systeme und Werkzeuge aus unterschiedlichen Welten zu vernetzen, offene Systeme mit vielfältigen Schnittstellen zu schaffen, immer den Mehrwert für unsere Kunden vor Augen. Die Digitalisierung schreitet rasant voran, was wir heute nicht zu denken vermögen ist im Bereich der Industrie morgen schon Realität.“ Das Produkt wurde als eines von vielen Modulen in das bereits bestens am Markt positionierte CAFM Produkt RKV View implementiert.
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BIM trifft realen Zwilling
NaVis, ein weltweit führender Anbieter von mobilem Mapping, Visulisierung und Navigation hat ein Revit Add-in entwickelt welches im Autodesk Appstore frei verfügbar ist. Mit dem NavVis Add-In können Revit-Benutzer ihre BIM-Modelle mit immersiven 360-Grad-Bildern und Punktwolken verbinden. Dieses Add-In vereinfacht das Erstellen und Aktualisieren veralteter BIM-Modelle, um den aktuellen Status des Gebäudes widerzuspiegeln. Die NavVis-Technologie ist eine All-in-One-Lösung zur Erfassung von Realitäten, die es ermöglicht, den aktuellen Zustand großer Industrie- und Gewerbeimmobilien schnell zu scannen und die Daten auf verschiedensten Endgeräten zu streamen. Die Daten werden vom NavVis M6 erfasst, einem innovativen mobilen Kartierungssystem, das Innenräume mit der Geschwindigkeit des Gehens scannen kann. Die Daten werden dann im NavVis IndoorViewer visualisiert, einer browserbasierten Software, die die immersiven Panoramabilder und Punktwolken streamt. Mit dem Revit Add-In kann der NavVis IndoorViewer jetzt problemlos in Revit BIM-Modelle integriert werden. Die Integration von Revit und IndoorViewer ermöglicht einen direkten Vergleich des BIM-Modells mit dem gescannten Zustand des Gebäudes auf dem Rechner. Auf diese Weise können Benutzer die Änderungen, die seit der Erstellung des Modells und der Erfassung des aktuellen Status vorgenommen wurden, schnell erkennen und so die Aktualisierung von BIM-Modellen beschleunigen. Die Integration von BIM und IndoorViewer überwindet auch Datensilos und reduziert Planungsfehler, die durch veraltete Informationen entstehen. Revit-Benutzer, die das Add-In installieren, können auf den Mehrwert des NavVis IndoorViewer zugreifen, der das Hinzufügen und Suchen von Informationen und Markierungen, Messungen, Routenfindung und Online-Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern beinhaltet.
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Interdisziplinäre Anwendung der BIM-Methode in der Lehre
Da die Einführung von BIM nicht nur Veränderungen im Hinblick auf die traditionellen Arbeitsprozesse im Bauwesen mit sich bringt, sondern vielmehr große Potenziale zur effizienteren und fehlerreduzierten Planung und Realisierung von Bauvorhaben bietet, ist es notwendig, die Studierenden auf diese neuen digitalisierten Arbeitsweisen vorzubereiten. Dazu wurde in Kooperation des Fachgebiets Building Lifecycle Management unter der Leitung von Prof. Dr. Petra von Both und dem Institut für Technologie und Management im Baubetrieb unter der Leitung von Prof. Dr. Shervin Haghsheno ein interdisziplinäres Modul initiiert. Die Entwicklung des Moduls und dessen Umsetzung erfolgten durch Frau Ivonne Zelling und Herrn Maximilian Deubel, die als wissenschaftliche Mitarbeiter an den beiden Instituten tätig sind. Das Modul verknüpft das Lehrkonzept des architektonischen Entwurfs mit der Anwendung der BIM-Methode. Im Rahmen eines interdisziplinären studentischen Entwurfsprojekts mit starkem Praxisbezug wird den Studierenden die BIM-Methode nicht nur in der Theorie, sondern insbesondere in der praktischen Anwendung vermittelt. Die Studierenden erhalten durch die eigenständige Entwicklung eines Entwurfs (3D) bis zur Bauablaufsimulation (4D) und Kostenkalkulation (5D) mit Hilfe dieser digitalen Arbeitsweisen vertiefte Kenntnisse über die BIM-Prozesse. Darüber hinaus lernen sie die jeweils anderen Fachdisziplinen kennen und erhalten Einblicke in Bereiche, die im Rahmen des eigenen Studiums nicht behandelt werden. Denn erst bei der realen Umsetzung und Anwendung der kooperativen Arbeitsmethode BIM werden deren Potenziale für jeden Einzelnen deutlich spürbar.
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